LUX Freilicht
Open-Air-Kino im Bremer Norden vom 08.07.2026 – 03.09.2026
Die Arbeitnehmerkammer Bremen präsentiert im Bremer Norden in Kooperation mit vielen Partnerinnen und Partner die Veranstaltungsreihe LUX Freilicht. Besucherinnen und Besucher können sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen – draußen & umsonst! Dem diesjährigen Motto folgend, beleuchten die ausgewählten Filme auf sehr unterschiedliche Weise das Thema Wissenschaft und weitergreifend das Thema Erkenntnis- und Sinnsuche.
Der Eintritt ist bei allen Veranstaltungen frei.
Bitte informieren Sie sich über mögliche witterungsbedingte Verlegungen oder Absagen.
Die Veranstaltungen zu LUX Freilicht wurden in Kooperation mit der Arbeitnehmerkammer Bremen und der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH im Rahmen des Freizeit- und Naherholungskonzepts Bremen Nord entwickelt.
© Arbeitnehmerkammer Bremen
Veranstaltungstermine
Mittwoch, 08. Juli – Lesum-Ufer Vereinsgelände TURA Kanusport
LUX Freilicht: 303
Zwischen Fernweh und dem Wunsch, irgendwo anzukommen
Autobahnraststätte bei Henningsdorf an der A111: Jule bietet Jan einen Platz in ihrem 303, einem Oldtimer- Wohnmobil, an, als dieser von seiner Mitfahrgelegenheit versetzt wird. Beide sind unterwegs Richtung Atlantik. Jan will nach Spanien, um seinen leiblichen Vater kennenzulernen, Jule zu ihrem Freund nach Portugal. Erst einmal soll es nur bis Köln gehen. Doch mit jedem Kilometer eröffnet sich mehr von der Welt des Anderen. Die Gespräche werden persönlicher und peu à peu verlängert sich die gemeinsame Reise quer durch Europa. Jule und Jan sind in gewisser Weise Aussteiger – zwei, die Zeit brauchen. Sei es, um eine für das Leben richtungsweisende Entscheidung zu treffen, oder, um nach den eigenen Wurzeln zu suchen. Lebenshungrig und romantisch, zwischen Fernweh und dem Wunsch, irgendwo anzukommen: „303“ ist ein sehnsüchtiges Roadmovie mit magischer Anziehungskraft und wunderschönen Landschaftsaufnahmen.
D 2018, Regie: Hans Weingartner, 144 Min.
Wann: Mittwoch, 08. Juli um 19 Uhr
Wo: TURA Bremen e.V.
Open-Air-Kino / Eintritt frei!
Donnerstag, 16. Juli – Skulpturengarten Haus Kränholm
LUX Freilicht: Agent of Happiness
Die Bedeutung von Glück
Das „Bruttonationalglück“ im Königreich Bhutan ist inzwischen weltweit zu Bekanntheit gelangt. Ausgehend von Bhutans Glückspolitik fragt der Film, was Glück bedeutet, und zeigt: Es hängt nicht nur von äußeren Umständen ab und bleibt überall zerbrechlich. Unweigerlich zieht man Parallelen zum eigenen Leben. Das Glück anderer macht einen so vielleicht selbst ein bisschen glücklicher. Das dokumentarische Roadmovie begleitet Amber Gurung durch abgelegene Täler des Himalayas. Als Beauftragter des Staates befragt er die Bevölkerung nach dem persönlichen Glücksempfinden. Von Tür zu Tür reisend trifft er Menschen im Alltag – beim Beackern der Felder, bei der Sorgearbeit oder in der Meditation. Offen berichten sie, was sie glücklich macht und was nicht. Auch Amber selbst sucht sein Glück: Er lebt mit seiner Mutter, singt, tanzt – und hofft, die richtige Partnerin zu finden.
BHU/H/USA/CS 2024, Regie: Arun Bhattarai, Dorottya Zurbó, 94 Min.
OmU (Original mit deutschen Untertiteln)
Wann: Donnerstag, 16. Juli um 19 Uhr
Wo: Haus Kränholm
Open-Air-Kino / Eintritt frei!
Freitag, 24. Juli – Garten Schloss Schönebeck
LUX Freilicht: Das große Museum
Die verschiedenen Facetten eines Museums
Der Kinodokumentarfilm bietet einen neugierigen, humorvollen Blick hinter die Kulissen des Kunsthistorischen Museums Wien. Über zwei Jahre beobachtete Filmemacher Johannes Holzhausen im Direct-Cinema-Stil – ohne Kommentar, Interviews oder Musik – die vielfältigen Arbeitsprozesse der Institution. Vom Management bis zum Reinigungspersonal zeigt der Film ein fein verzahntes System, geprägt von Routinen und kleinen Dramen: Eine Restauratorin erforscht ein Rubens-Gemälde, ein Mitarbeiter ringt mit der Reparatur eines Modellschlachtschiffs, andere erleben Konflikte, Abschiede oder Frustrationen. So entsteht das Porträt eines Museums im Spannungsfeld zwischen Tradition, Budgetdruck und öffentlichem Auftrag. Gleichzeitig stellt der Film grundlegende Fragen nach dem Umgang mit Kunst, ihrer Präsentation und Bedeutung für Gesellschaft und Nation – und reflektiert Vergänglichkeit und den Anspruch der Kunstobjekte
auf Zeitlosigkeit.
A 2014, Regie: Johannes Holzhausen, 94 Min.
Wann: Freitag, 24. Juli um 19 Uhr
Wo: Heimatmuseum Schloss Schönebeck
Open-Air-Kino / Eintritt frei!
Samstag, 25. Juli – Weserufer Kanuclub Rönnebeck
LUX Freilicht: Seestück
Die Ostsee im Portrait
Maritime Gemälde werden oft „Seestücke“ genannt. Sie zeigen Fischfang, Stürme oder auch Seeschlachten. Regisseur Volker Koepp knüpft daran an und porträtiert die Ostsee und ihre Küstenbewohner*innen. Die Region verbindet eine Geschichte von kulturellem Austausch, Handel, aber auch Kriegen und Vertreibungen. Heute prägen Hoffnungen und Enttäuschungen nach dem Kalten Krieg das Leben; militärische Manöver schüren Ängste, Umweltprobleme bedrohen Existenzen. Zugleich wird die Ostsee wirtschaftlich genutzt: Pipelines, Windparks, Häfen und Kreuzfahrten machen sie zum Industrieraum. Der Film begleitet Menschen, die von Arbeit, Sorgen und Hoffnungen erzählen, und verbindet ihre Perspektiven mit kulturellen Bezügen zur Ostsee als Inspirationsraum. Koepp reist von Usedom über Schweden, Kaliningrad und das Baltikum bis zurück nach Deutschland und zeigt, wie sich Geschichte und Gegenwart im Leben der Menschen spiegeln.
D 2018, Regie: Volker Koepp, 135 Min.,
teilweise mit deutschen Untertiteln
Wann: Samstag, 25. Juli um 19 Uhr
Wo: Kanu-Club Rönnebeck
Open-Air-Kino / Eintritt frei!
Mittwoch, 29. Juli – Vor dem Hofmeierhaus, Ökologiestation
LUX Freilicht: Silent Friend
Beziehung zwischen Mensch und Pflanze in der Ökologiestation
Im Botanischen Garten Marburg steht ein alter Ginkgo-Baum, der über ein Jahrhundert hinweg das Leben dreier Menschen begleitet. 1908 setzt sich die junge Grete gegen Widerstände durch und wird als erste Frau zum Biologiestudium zugelassen. 1972 eröffnen sich dem Studenten Hannes gänzlich neue Perspektiven, ausgelöst durch die konzentrierte Beobachtung einer einfachen Geranie. 2020 forscht Neurowissenschaftler Tony während der Pandemie aus Langeweile und Einsamkeit am Baum weiter.
Ildikó Enyedis Film „Silent Friend“ verknüpft diese drei Geschichten poetisch und zeigt die Beziehung zwischen Mensch und Pflanzen als Ausdruck von Sehnsucht, Erkenntnis und Wandel. Durch unterschiedliche Bildstile und ruhiges Erzähltempo entsteht ein sinnliches Werk über Wahrnehmung, Wissenschaft und die Suche nach Zugehörigkeit.
D/F/H/CHN 2025, Regie: Ildikó Enyedi, 147 Min.
Wann: Mittwoch, 29. Juli um 19 Uhr
Wo: Ökologiestation
Open-Air-Kino / Eintritt frei!
Donnerstag, 30. Juli – Denkort Bunker Valentin
LUX Freilicht: Bedrock
Zwischen Erinnerung, Verantwortung und Alltag
Auf einer eindringlichen Reise durch Polen zeigt die Regisseurin Kinga Michalska, wie Menschen heute an ehemaligen Orten der Shoah leben. Der Dokumentarfilm führt durch Landschaften, in denen Gewaltgeschichte und Alltag untrennbar verwoben sind. In persönlichen Episoden werden die Nachwirkungen sichtbar: Ein Mädchen besucht eine Freundin in einer psychiatrischen Klinik, die einst als Konzentrationslager genutzt wurde. Ein junger polnischer Jude der Stiftung „Fundacja Zapomniane“ sucht und sammelt die verstreuten Überreste jüdischer Opfer, um sie würdevoll bestatten zu können. Eine katholische Familie ringt mit Fragen nach polnischer Mitschuld, während ihre Stadt die jährlichen Gedenkfeiern vorbereitet. Fußballer und ihre Fans aus dem Dorf, das einmal Birkenau hieß, feiern den Sieg im Lokalderby. Zwischen Erinnerung, Verantwortung und Alltag offenbart der Film die widersprüchlichen Realitäten einer Gegenwart, in der die Vergangenheit fortwirkt.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Erinnern für die Zukunft e.V. statt.
CDN 2025, Regie: Kinga Michalska, 102 Min.,
OmeU (Original mit englischen Untertiteln)
Wann: Donnerstag, 30. Juli um 19 Uhr
Wo: Denkort Bunker Valentin
Open-Air-Kino / Eintritt frei!
Donnerstag, 27. August – Campus Center beim Teich, Constructor University
LUX Freilicht: Picture a Scientist
Von Stärke, Solidarität und mutigen Wissenschaftlerinnen
„Es gibt ein Regelwerk, das von Männern geschrieben wurde. Die Männer kennen es, sie kennen alle Spielzüge. Ich hatte dieses Regelwerk nicht“, beschreibt die Biologin Nancy Hopkins ihren Weg in die Wissenschaft.
„Picture a Scientist“ begleitet die Chemikerin Raychelle Burks sowie die Geologin Jane Willenbring auf ihren akademischen Reisen als Frauen in Forschung und Lehre. Von Beginn an erleben sie Diskriminierung und kämpfen um Anerkennung, Respekt und Gleichberechtigung. Der Dokumentarfilm erzählt jedoch auch von Stärke, Solidarität und mutigen Wissenschaftlerinnen, die sich gegen Ungerechtigkeit wehren und einen globalen Wandel anstoßen. Deutlich wird darüber hinaus, wie wertvoll ihre Arbeit ist – und wie sich Wissenschaft durch strukturelle Veränderungen verbessern lässt.
USA 2020 Regie: Ian Cheney; Sharon Shattuck, 97 Min.,
OmU (Original mit deutschen Untertiteln)
Wann: Donnerstag, 27. August um 19 Uhr
Wo: Constructor University
Open-Air-Kino / Eintritt frei!
Mittwoch, 09. September – Schillerplatz, DOKU Blumenthal
LUX Freilicht: Hidden Figures
Drei Frauen und ihr Platz in der Geschichte der Raumfahrt
Die USA der frühen 1960er-Jahre: Es herrscht ein erbitterter Wettstreit zwischen Amerika und der Sowjetunion um die erste Mondlandung. Die NASA steht unter großem Druck. Die drei Afroamerikanerinnen Katherine Johnson, Dorothy Vaughn und Mary Jackson arbeiten als Mathematikerinnen für eine Unterabteilung der Raumfahrtbehörde. In Zeiten gesetzlicher „Rassentrennung“ und als Frauen sind ihre Arbeitsbedingungen erheblich schlechter als die der weißen Kollegen. Trotzdem schafft es Katherine Johnson, in das Elite-Team der Space Task Group aufgenommen zu werden. Die Empörung ist groß: Eine schwarze Frau soll den weißen NASA-Mitarbeitern ebenbürtig sein?
„Hidden Figures“ erzählt von einer wahren Begebenheit und räumt den drei bis heute fast unbekannten Mathematikerinnen den ihnen zustehenden Platz in der Geschichte der der NASA-Raumfahrt ein.
USA 2016, Regie: Theodore Melfi, 127 Min.,
OmU (Original mit deutschen Untertiteln)
Wann: Donnerstag, 03. September um 19 Uhr
Wo: DOKU Blumenthal (Schillerplatz)
Open-Air-Kino / Eintritt frei!




